Praktische Informationen

Die Traube
ist nicht weit vom Stachel
Walliser Reb- und Weinmuseum
3970 Salgesch

Öffnungszeiten
27. März - 30. November 
Di - So, 14 - 17 Uhr.

Veranstaltung

Wanderung am 23. Mai 2010
In einem Tag rund um den Rebberg und den Wein
Start ab MVVV Salgesch jeweils um
9.00,  9.30  und 10 Uhr, Ankunft im MVVV Siders ab 16 Uhr. Reine Marschdauer 2 Stunden; gutes Schuhwerk empfohlen.

Preis
Fr. 15.- pro Pers., inkl. Weinglas des Museums, Animationen und Degustationen. Bis 16 Jahre gratis. Achtung: Beschränkte Platzzahl!

Anmeldungen
museeduvin@netplus.ch oder 027 456 35 25
oder 027 456 45 25.

Verpflegung
Kostenpflichtiger Imbiss und Getränke an Ort und Stelle oder Picknick aus dem Rucksack.

Parking
Bei der Kirche in Salgesch oder auf der Plaine Bellevue in Sierre.
Zwischen den beiden Parkplätzen Zugverbindung gemäss Fahrplan
www.sbb.ch

27.03.2010/Infothek VWM

"Die Traube ist nicht weit vom Stachel"

Salgesch- Im Sittener Weinberg der Winzerin Marie-Bernard Gillioz kann man sich nirgends hinsetzen: Über hundert Pflanzenarten wuchern zwischen den Rebstöcken! Der Fotograf Robert Hofer hat das Leben und Treiben in diesem exotischen Terroir verfolgt und zu einer Ausstellung zusammengetragen. Zu entdecken im Walliser Reb- und Weinmuseum.

Thymian, Stiefmütterchen, Veilchen, Schwertlilien, Rosmarin, Madel- und Aprikosenbäume… Der Weinberg von Marie-Bernard Gillioz ist nicht nur ein aussergewöhnlicher Garten sondern auch ein Zufluchtsort für seltene oder vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten: Hier profitieren das Schweizerische Meertäubchen, das Feldlöwenmaul oder die Eseldistel vom Verzicht auf Unkrautvernichtungsmittel um sich zwischen den knorrigen Rebstöcken zu verbreiten.

Das ganze auf Schwindel erregenden Parzellen verteilte Areal ist eine uralte Rebparzelle, mitten im Herzen von Sion. Hier sonnen sich die Chasselas Trauben mit den roten Früchten der Kakteen. Die Winzerin Marie-Bernard Gillioz hat es aufgegeben dieses wilde Territorium bändigen zu wollen. Sie hat daraus ein Kleinod der Selbstbesinnung gemacht, ein Bijou, auf dem sie Ihre Reben nach alter Väter Sitte bearbeitet um einen selten und aparten Wein zu produzieren. "Gegenüber der Natur fühlt man sich ganz klein, man kontrolliert nichts, man erlernt die Bescheidenheit."

Emotionen und Kontraste

Mit seiner Bilderausstellung im Rahmen des Jahres der biologischen Vielfalt schlägt Ihnen das Walliser Reb- und Weinmuseum  einen Spaziergang durch den Rebberg mit den 104 Pflanzenarten vor: Ein liebevoller Blick auf die botanische Vielfalt, die in den Rebbergen schlummert und eine Huldigung der Weinbauern, die ihren Beruf mit respektvollem Umweltbewusstsein betreiben.

Ein Jahr lang hat der Fotograf Robert Hofer die Aktivität  auf der Rebparzelle verfolgt. «Es ist ein tragikomischer Ort. Seine exotische Wildheit und die gefährliche Steillage mitten in der Stadt erregen Furcht und verursachen gleichzeitig ein Schmunzeln.»

Die auf einem langen Papierband gedruckten Bilder präsentieren sich wie in einem Film, in dem man die Episoden der Jahreszeiten und die Szenen des Rebschnittes oder der Traubenlese verfolgen und die Kontraste zwischen einer wilden Natur und dem gebändigten Rebbau wahrnehmen kann. Die Kommentare der Winzerin Marie-Bernard Gillioz verleihen dieser lebendigen Malerei Ausdruck und Emotionen. Und ein Vorspann erwähnt alle Namen der auf Corbassières heimischen Lebewesen.