Vereinigung der Walliser Museen
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Praktische Informationen
Das Wallis, gesehen von Rilke
Haus de Courten
Rue du Bourg 30
CH-3960 Siders.
+41 (0)27 456 26 46
fondation.rilke@bluewin.ch
www.fondationrilke.ch
Öffnungszeiten:
ab 2. Juni bis Oktober
Dienstag bis Sonntag, 14 - 18 Uhr.
Eintritt: Fr. 6.- (Ermässigte: Fr. 4.-).
Vernissage
1. Juni 2011, 17.30 Uhr
29.05.2011 / Infothek VWM
Das Wallis, gesehen von Rilke
Siders - Am kommenden 2. Juni wird die zweisprachige Ausstellung «Das Wallis, gesehen von Rilke – Die Himmelfahrt der ganzen Erde in mir» in Siders eröffnet. Die neue Dauerausstellung der Fondation Rilke versucht aufzuzeigen, wie der Dichter Rilke das Wallis in den 1920-er Jahren erlebt und wahrgenommen hat. Über die verflossene Zeit und alle Veränderungen hinweg vermag seine Sicht auf das Wallis zum Nachdenken anzuregen und den heutigen Blick auf die Region wesentlich zu bereichern.
Rainer Maria Rilke ist ein unvergleichlicher Botschafter und begeisterter Rühmer des Wallis, das er in den Jahren zwischen 1921 und 1926 bewohnt und erwandert. Manche seiner deutschen Landschaftsgedichte sind dem deutschsprachigen Leser vertraut, die französischen wohl etwas weniger. Viele briefliche Zeugnisse sind, da in seiner weitläufigen Korrespondenz verstreut, dem breiteren Publikum zum Teil unbekannt geblieben und harren sozusagen ihrer «Entdeckung». Die neue Dauerausstellung der Fondation Rilke, «Das Wallis, gesehen von Rilke», bietet nun Gelegenheit, sich seiner einfühlenden Sehweise in Wort und Bild zu nähern.
Die Ausstellung im Überblick
Die Ausstellung besteht aus fünf Teilen, in denen sich Bild und Text, Video und Ton ergänzen. Sie erkundet Rilkes Annäherung an das Wallis und dessen Landschaft in den 1920-er Jahren und berücksichtigt dabei auch die auslösende Rolle der Malerei. Soweit es die erhaltenen Zeugnisse zulassen, folgt sie den Spuren seiner Wanderungen und Ausflüge im Rhonetal. Zunächst geht es aber um seinen Einzug ins Schlösschen von Muzot und seine Erfahrungen als Bewohner dieser „Rüstung“ (1921-1926). Ins Bild gerückt werden auch Freundinnen, Freunde und Bekannte (Schriftsteller, Dichter, Maler, Gönner usw.), die ihn in seinem nicht gar so einsamen Turm besuchten. Der Umstand, dass er sich in einen mittelalterlichen Wohnturm zurückzog, war im Übrigen kein Zufall. Die Ausstellung verweist auf die Rolle des «Turms» im Leben und Werk des Dichters und auf die symbolischen Bezüge, die sich damit verbinden. Sie widmet sich anschliessend vor allem den Meisterwerken, die hier vollendet oder verfasst wurden, d.h. den Duineser Elegien und den Sonetten an Orpheus (1922), zeigt Rilke aber auch als Übersetzer und Briefschreiber. Ein Ausstellungsraum behandelt die Landschaftsgedichte und die französischen Gedichtzyklen. Eine kurze Darstellung von Rilkes Erkrankung, einer Leukämie, und seines Todes in der Klinik von Val-Mont oberhalb von Montreux beschliesst die Ausstellung.
Die Ausstellung «Das Wallis, gesehen von Rilke – Die Himmelfahrt der ganzen Erde in mir» wurde von Curdin Ebneter, Kurator, zusammen mit Sarah In-Albon, Koordinatorin, konzipiert. Die Expografie wurde von der Grafikagentur Station-Sud in Lausanne in Zusammenarbeit mit der Fondation Rilke gestaltet.
2011 Fondation Rainer Maria Rilke

