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Leitung
Nadège Uldry

Sitten: Haus der Natur in Montorge

Ein natürliches Idyll

Der See von Montorge und das Haus der Natur.
Herbststimmung am See von Montorge.

Nur wenige Schritte von der Walliser Hauptstadt Sitten entfernt bietet der auf einem Hügel gelegene kleine See von Montorge ein Bild von idyllischer Ruhe. Die beinahe märchenhaft anmutende Landschaft lädt zum Träumen ein und ermöglicht die Begegnung mit einem in dieser Vielfalt eher rar gewordenen Stück Natur.

Über einen Spaziergang rund um den See oder entlang des Naturpfads erschliesst sich dem Wanderer praktisch die ganze Palette der in dieser Höhenlage - trockene Seitenflanke eines alpinen Tals - überhaupt möglichen Biotope. Rund 400 verschiedene Blumen werden gezählt. Sie finden sich im Steppengras und in Eichenschonungen, bei den Kiefern, den Fichten, den Linden und in den Gewürzsträuchern, im Unterholz, in abschüssigen Böschungen, unter den Rebstöcken, entlang der Schilfgürtel und in den acht verschiedenen Wiesenarten. Diese Vielfalt der Flora findet ihre Entsprechung in einer variantenreichen Fauna.

Die Natur erleben

Das historische Eisdepot am Lac de Montorge.
Das historische Eisdepot am Lac de Montorge.

Das aus der Mitte de 19. Jahrhunderts stammende, die steile Böschung dominierende Eisdepot - vor der Erfindung des Kühlschranks wurden hier Eisblöcke gelagert - wurde 1991 in ein Museum umgewandelt.

Das Haus der Natur hat sich auf didaktische Ausstellungen spezialisiert, mit denen sowohl Kinder als auch Erwachsene angesprochen werden. Vor oder nach der direkten Begegnung mit der Naturlandschaft können im Museum die eigenen Kenntnisse aufgefrischt oder vertieft werden. Schulklassen steht neben einem Vivarium auch ein Labor für biologische Experimente zur Verfügung. Die der Interdisziplinarität verpflichtete Institution unterhält zudem eine reichhaltige Bibliothek zur Biologie und Mineralogie. Und die des Lesens noch nicht kundigen Kinder können ihre fünf Sinne an verschiedenen Spielen trainieren. In einem weiten Teil der Ausstellung wird der wechselvollen Beziehung des Menschen zur Natur nachgespürt. Am Beispiel von Montorge werden Geologie und Siedlungsgeschichte seit dem Neolithikum aufgezeigt.

Lage



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