Museum Stockalperschloss
Alte Simplonstrasse 28
3900 Brig
Tel. 079 412 27 77
Leitung
Arthur Huber
Alte Simplonstrasse 28
3900 Brig
arthur.huber@brig-glis.ch
Brig: Museum Stockalperschloss
Brig am Simplon

- Der Stockalperpalast in Brig.
Unter Kaspar Jodok Stockalper (1609-1691) avancierte Brig als Sitz von Stockalpers Wirtschaftsimperium zu einem der führenden Orte des Oberwallis. Der Handelsherr entwickelte eine rege Bautätigkeit und liess entlang des Weges über den Simplonpass mehrere markante Gebäude errichten. In der Briger Altstadt entstand der barocke Stockalperpalast, eines der bedeutendsten Gebäude des Ancien Régime in der ganzen Schweiz.
Im Jahre 1948 ging der baufällige Palast in den Besitz einer Stiftung über. Nach Beendigung der Renovation (1961) hielten die Behörden Einzug ins Gebäude, in dem überdies ein Kellertheater, eine Kunstgalerie sowie ein Museum Platz fanden. Heute ist die Museumsausstellung im Rahmen einer Schlossführung zugänglich, bei der auch der Burgersaal mit Originaltäfelung aus dem 17. Jahrhundert, die Schlosskapelle, der sogenannte Rittersaals mit der Ahnengalerie der Familie Stockalper und der Dreikönigssaal zu sehen sind.

- Baron Kaspar Jodok von Stockalper in Adelspose reitend.
Im Jahre 1991 wurde im Museum anlässlich des 300. Todesjahres Stockalpers eine neue Ausstellung verwirklicht, die den grossen Walliser Handelsherrn und Politiker und seine Zeit thematisiert.
Insbesondere ist der Werdegang Kaspar Jodok Stockalpers dargestellt, der seit seinem 20. Altersjahr die damals übliche Ämterleiter hochkletterte. 1670 wurde Stockalper Landeshauptmann und hatte damit das höchste politische Amt im damaligen Wallis erreicht. 1678 erfolgte sein Sturz. Die Zeit bis 1685 verbrachte er vor allem im angrenzenden Italien, seine letzten Jahre in Brig.
Auch der Werdegang Stockalpers als Kaufmann setzte in den 1630er Jahren ein, als er den Verkehr über den Simplonpass wieder in Schwung brachte. 1647 hatte er das Salzmonopol inne; Salz war nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Konservierungsstoff ungeheuer wichtig. Zusätzlich dehnte Stockalper seine Geschäfte auch auf andere Gebiete aus: Er war Teilhaber oder Besitzer an einem halben Dutzend Bergwerke, als Soldunternehmer liess er einheimische Soldaten anheuern und vermietete sie in französische Kriegsdienste. Weiter war er im Metallhandel tätig und im Kreditwesen, ab 1639 hatte er auch das Transitmonopol am Simplonpass inne.
Stockalper war ein typischer Vertreter des aufstrebenden Unternehmertums im 17. Jahrhundert - in 50 Jahren steter und "cleverer" Aktivitäten erwirtschaftete er ein Vermögen von umgerechnet über eine halbe Milliarde Schweizer Franken.
Lage
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