Ortsmuseum Grächen
Postfach 182
3925 Grächen

www.graechen.ch

Leitung
Liliane Brigger
Präsidentin "Grechu ischi Heimat"
3952 Grächen

Sonja Lefebrun
3952 Grächen

Grächen: Ortsmuseum Grächen

Die Stiftung "Grechu - ischi Heimat"

Ortsmuseum Grächen

Die Stiftung wurde 1984 gegründet, um das Kulturgut in der Gemeinde zu erhalten. Sie setzt sich für alte Bausubstanz ein, dokumentiert die Flurnamen und richtete 1990 in einem stattlichen alten Holzhaus 100 Meter östlich ob der Kirche ein Museum ein. 

In der Stube entdecken wir auf dem Deckenbalken die Jahrzahl 1824. Seit dieser Zeit diente das Gebäude als Gemeindehaus, als Schulstube, zur Fastnachtszeit als Tanzsaal, zwischendurch als Versammlungsort für Vereine und als Übungslokal für Musik und Gesang.

Im Eingangskorridor des Museums finden wir Gegenstände, Fotografien, Statistiken, Bilder und Informationen über die Geschichte Grächens und seine Entwicklung zum heutigen Ferienort. Die anschliessende Küche mit offener Feuerstelle hat Seltenheitswert – die Baukonjunktur der letzten Jahrzehnte räumte in den Touristenstationen des Wallis diesbezüglich gründlich auf. 

Thomas Platter, ein Lebenslauf am Ende des Mittelalters

Bildnis des Rektors Thomas Platter; Hans Bock d.Ä.

1999 wurde das ganze Museum neu gestaltet. Anlass war der 500. Geburtstag des berühmtesten Sohnes der Gemeinde: Thomas Platter. 1499 geboren, verbrachte er hier seine Kindheit als armer Ziegenhirt. Dann gelangte er als fahrender Student quer durch Deutschland bis nach Breslau im heutigen Polen. In Zürich geriet er in die Reformation, schlug sich als Seiler durch, wurde später er in Basel Lehrer und Schulrektor und kam zu Geld und Ansehen – sein Landhaus am Rande der Stadt Basel steht heute noch.

All das wäre wohl längst vergessen, hätte Platter seine Erlebnisse nicht im Alter aufgeschrieben. Die anschauliche und spannende Lebensgeschichte ist eine der ersten Autobiographien überhaupt. Sie wurde auf Französisch, Italienisch, Englisch, Japanisch und Russisch übersetzt und machte den Namen Platter und den Heimatort Grächen international zum Begriff.

Eine kleine, aber feine Jubiläumsausstellung zeigt den Lebenslauf Platters und die damalige Zeit.

Zusätzlich sind Werkzeuge und Produkte eines weiteren Alleskönners aus Grächen zu sehen: Johann Schnidrig, exakt 400 Jahre nach Platter geboren (1899), der aber als viel begabter Handwerker zeit seines Lebens in Grächen blieb und hier als Maurer, Schreiner, Ofenbauer, Drechsler und und und arbeitete.

Ortsmuseum Grächen

Lage



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